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• Einführung

Bei dem Begriff Seelsorge handelt es sich um eine in der deutschen Sprache gewachsene Bezeichnung, welche die Wörter Seele und Sorgen zur Grundlage hat. In der Bibel findet sich für das Wort keine Entsprechung.
Im Buch der Bücher findet sich nur der Begriff Paraklese wieder.
 
Bibel
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Dieser hat im weitesten Sinn die Bedeutung von Begleitung und im engeren Sinn bedeutet er Ermutigung, Ermahnung und Tröstung.

Für den Begriff Seelsorge findet man keine einheitlich geltende Definition.
Man hat sich aber weitestgehen darüber geeinigt, dass es sich bei der Seelsorge um ein Gespräch im kirchlichen Kontext handelt.
Man könnte Seelsorge auch bezeichnen als ein motiviertes Bemühen um den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit und dessen Beziehung zu Gott.

In der Poimenik findet man die unterschiedlichen Ansätze und Methoden der Seelsorge wieder. Die Poimenik (Lehre von der Seelsorge) ist ein Teilgebiet der Praktischen Theologie.

Das seelsorgliche Handeln darf man auf keinen Fall mit psychotherapeutischem Handeln verwechseln.
In der Seelsorge werden aber auch psychotherapeutische Mittel angewendet. Hauptsächlich greift man auf die durch Carl Rogers und die holländische Seelsorgebewegung in Deutschland beeinflusste Pastoralpsychologie zurück.
Sie basiert auf einem engen Austausch zwischen Seelsorge und Psychologie.

In der Praxis gibt es kirchlich bestellte Seelsorger oder amtlich bestellte Seelsorger. Das handeln der amtlich bestellten Seelsorger geht über den rein begleitenden Aspekt hinaus, oft mündet es in eine Lebensberatung.
In einem solchen Fall geht es um einen Lösungsprozess für ein bestehendes Problem.
Der Lösungsansatz sollte nach methodischen Gesichtspunkten gestaltet werden, in dem die Eigeninitiative des ratsuchenden unterstützt und optimiert werden sollte.
Das Verwenden von sogenannten pathologischen Dynamiken gehört keinesfalls in den Kompetenzbereich eines beratenden Seelsorgers.